Kategorie-Archiv: e. Das Journal für den Hund

Hier schreiben wir über alles, was den Hund so betrifft: Aktuelles, Lustiges, Trauriges, Wichtiges, Ernstes und, und, und …

Hundefutter im Alter, gefährliche Zutaten im Futter

Hundehalter sollten im Laufe der Zeit darauf achten, das Futter bei älteren Hunden umzustellen (ab ca. 8 Jahren gelten Hunde als „alt“).
Ein Hund sollte im Alter ein anderes Futter bekommen als in jungen Jahren.
Erfolgt keine Umstellung besteht die Gefahr, dass das Tier stark zunimmt und Übergewicht bekommt.
Oftmals bewegen sich ältere Hunde weniger bzw. nicht mehr so intensiv, außerdem ist der Stoffwechsel langsamer.
Der Energiegehalt des Futters sollte in dieser Zeit um ca. 30 Prozent gesenkt werden und Weiterlesen

Urlaubszeit: Koffer packen – Auto waschen – Müll und Haustier entsorgen

Haustier entsorgen - ist das für manchen ein Teil der  Urlaubsvorbereitungen ?
Wir sind zurück aus unserem Urlaub (siehe in Kürze Kategorie d.  Eros – das Tagebuch und Kategorie g. Wohnmobil – unsere Reisen).
Unser Hund Eros war wie immer dabei und wird auch künftig dabei sein.
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Andere Haustiere haben nicht so viel Glück. Sie müssen bestenfalls Zuhause bleiben oder leider auch für immer verschwinden.
Dies ist hart und deutlich, vielleicht etwas zynisch aber leider der Wahrheit entsprechend geschrieben.
Pünktlich zu Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg wurden durch Zufall (und glücklicherweise) durch einen Radfahrer am 01.08.2014 in einem Waldstück Weiterlesen

Knaller, Böller und Gewitter – für Hunde gar nicht lustig!

Knaller und Böller beim Feuerwerk, heftige Gewitter mit krachendem Donner.
Für viele Hunde ein Problem und Anlass für erhöhte Nervosität und Ängste.
Die Tiere rollen sich zusammen, machen sich klein, verkriechen sich in einer dunklen Ecke. Oftmals sind sie  sogar noch am nächsten Tag verängstigt und verstört. Und der Halter verhält sich in der Meinung alles richtig zu machen erst recht falsch: Weiterlesen

Immer cool bleiben – für Haustiere gar nicht so einfach!

Bereits vor einiger Zeit berichteten wir hier im Blog über den Hitzetod eines Golden-Retriever in einem aufgeheizten Auto. Dies droht bereits bei Außentemperaturen von 20° – 25° C. Aber nicht nur im Auto lauert die Gefahr.

Sonne

Und daher möchten wir jetzt noch einmal daran erinnern: Haustiere können weder mit dem Handy Hilfe rufen noch (Auto-) Türen selbst öffnen. Sie sind voll ganz auf den gesunden Menschenverstand (???) angewiesen – und genau hier liegt oftmals das Problem! Weiterlesen

Albtraum Magendrehung

Ein Albtraum für Hundehalter: Die Magendrehung

Wenn sich beim Hund der Magen verdreht ist sofortiges Handeln angesagt denn dies ist ein absoluter Notfall!
Bemerkt man beim Hund ein starkes Hecheln, Unruhe oder den erfolglosen Versuch zu Erbrechen ohne dass hierfür ein nachvollziehbarer Grund vorliegt, sollte unverzüglich der Tierarzt aufgesucht werden.
Sollte die Diagnose „Magendrehung“ gestellt werden, hilft (leider nicht in jedem Fall) nur noch eine sofortige OP. Selbst Hunde, die binnen kürzester Zeit in eine Tierklinik gebracht Weiterlesen

Wie entgehen Hunde der Todesfalle ‘Hitze im Auto?’

Überhitztes Auto
Wie entgehen Hunde der Todesfalle?

Sonne

Wir berichteten über die Tragödien in Fellbach und Wedel und über die schrecklichen Folgen, als Hunde in völlig überhitzen Autos zurück gelassen wurden.

Sowohl in Fellbach als auch in Wedel waren die Fenster der Fahrzeuge komplett verschlossen. Doch bringt es tatsächlich etwas, wenn die Fenster einen Spalt geöffnet sind? Weiterlesen

Qualvoller Hitzetod im Auto

Mit Entsetzen haben wir den aktuellen Bericht in den ‘Stuttgarter Nachrichten’ gelesen, welchen wir als Erinnerung und Mahnung niemandem vorenthalten und daher hier einstellen möchten.
Leider müssen wir selbst sehr oft feststellen, dass dies wohl kein Einzelfall ist.
Immer wieder sehen wir Hunde, welche bei sommerlicher Hitze im Auto ausharren müssen.
Gedankenlosigkeit? Dummheit? Verantwortungslosigkeit?
Auf jeden Fall ist in solch einem Fall das sofortige Handeln und der Einsatz von Passanten gefragt!

Hier der Bericht:
Tierdrama in Fellbach
Frauchen lässt Hund im Auto sterben

Sonne

Ein junger Labrador ist am Mittwochnachmittag im Auto seines 21-jährigen Frauchens aufgrund enormer Hitzeeinwirkung gestorben, nachdem die junge Frau ihn im Fahrzeug eingesperrt hatte, um das Freizeitbad in Fellbach zu besuchen.

Während sich sein 21-jähriges Frauchen im Freizeitbad in der Esslinger Straße in Fellbach (Rems-Murr-Kreis) vergnügte, Weiterlesen

Ab in den Süden? Vorsicht: Leishmaniosegefahr!

Im Wohnmobil mit Familie und Hund in den Urlaub. Jetzt laufen die Planungen wieder auf Hochtouren, die Vorfreude steigt. Aber auch die Vorkehrungen sollten nicht vergessen werden: Impfungen oder andere Prophylaxen (Infos beim Arzt/Tierarzt).

Gefahr (auch) für den Hund – Leishmaniose:
Ursache der Infektionskrankheit sind parasitäre Einzeller der Gattung Leishmania, die durch den Stich von Sandmücken übertragen werden können. Unbehandelt führt die Infektion zu bis zu kirschgroßen Knoten und im weiteren Verlauf Weiterlesen

Ukraine – Echter Tierschutz oder Ausnützung einer Notsituation?

Hallo liebe (Hunde + Eros-) Freunde!

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Kürzlich erhielten wir folgende E-Mail:

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E-Mail Beginn

Guten Tag,
die politische Katastrophe in der Ukraine ist ohne Unterlass eine neue Headline in der Zeitung wert.

Die Auswirkungen für den einzelnen sind eine einzige Katastrophe.

Kaum ein Unternehmen arbeitet noch regulär. Gehälter werden nur noch zum Teil gezahlt. Die meisten Leute fahren auf’s Land zu ihren Angehörigen, doch die, die völlig hilflos sind, sind die herrenlose Hunde und Katzen in den Tierasylen.

Keine Spenden kommen mehr in Tierasylen an, weil die Leute keinen Cent mehr haben. Deutschland überweist Unsummen an mein Land, Weiterlesen

Achtung Pferdeäpfel – Lebensgefahr!

Pferdeäpfel2

In der Regel ist es für einen Hund nicht schädlich, wenn er die Pferdeäpfel frisst. Allerdings können sich darin Bakterien oder Parasiten befinden, die die Gesundheit Ihres Hundes angreifen können.
Aber auch Medikamente die das Pferd bekommen hat, werden über die Pferdeäpfel zum Teil wieder ausgeschieden und können den Hund krank machen. Dies gilt besonders für Wurmkuren, die speziell für Pferde sind und beim Hund zu starken Beschwerden bis hin zum Tod des Tieres führen können.

Am Besten ist es daher, Hunden das Fressen von Pferdeäpfeln ab zu Gewöhnen bzw. den Hund konsequent von diesen fern zu Halten.

Pferdeäpfel1

Jetzt ist es ist wieder so weit!
Bei uns in der Gegend stehen Entwurmungskuren bei Pferden an.
Die dabei verwendeten Medikamente werden meist in pastöser Form, neuerdings jedoch auch in Tablettenform verabreicht und die Reste natürlich später vom Pferd wieder ausgeschieden.
Die in den “Pferdeäpfeln” enthaltenen Medikamentenreste können bei Hunden extreme Reaktionen auslösen und – bei entsprechend veranlagten Hunden/Hunderassen – sogar zum Tod führen.

Aktueller Fall:
Bei einem Jack-Russel-Terrier aus unserer Nachbarschaft (diese Rasse ist eigentlich nicht in der MDR1-Liste aufgeführt) ergaben sich nach der Aufnahme von Pferdeäpfeln während der täglichen “Gassitour” folgende Symptome:
Der Hund fiel zur Seite und blieb regungslos mit zur Seite ausgestreckten Läufen liegen. Kurz danach setzten zuckende, unkoordinierte Bewegungen, ähnlich eines epileptischen Anfalls,  ein.  Die Atmung war erst stoßweise/hechelnd und setzte dann zeitweise aus.
Andere Hunde reagierten laut Beiträgen in Foren etc. mit Schläfrigkeit, wurden apathisch oder fielen sogar ins Koma.

Nur durch einen sofortigen Transport in die nächstgelegene Tierklinik und umgehend eingeleitete Maßnahmen konnte das Tier gerettet werden.

MDR1-/- Hunde müssen der Entwurmung von Pferden mit Ivermectin- oder Moxidectinhaltigen Präparaten dringen fern gehalten werden, da es selbst bei Aufnahme sehr geringer Mengen dieser hoch dosierten Präparate zu gravierenden Vergiftungen von MDR1-/- und auch MDR1+/- Hunden kommen kann. Insbesondere neue Präparate in Tablettenform wie Equimax Tabs®, Eraquell Tabs® oder Vectin® können für Hunde mit MDR1-Defekt extrem gefährlich sein: Bereits die Aufnahme einer einzigen Tablette mit ~20 mg kann bei MDR+/- Hunden leichte Vergiftungssymptome hervorrufen und ist für MDR1-/- Hunde sogar tödlich!

Aber auch die weniger hohe Konzentration in den Pferdeäpfeln kann bei entsprechend empfindlichen Hunden zu bedenklichen Reaktionen führen.

Übersicht

Bei den Hunderassen Collie, Australian Shepherd, Shetland Sheepdog, Longhaired Whippet, Silken Windhound, MacNab, English Shepherd, Weißer Schäferhund, Bobtail, Border Collie und Deutscher Schäferhund, ist ein Erbdefekt im sog. MDR1-Gen weit verbreitet. Dieser führt zu einem vermehrten Übertritt von Arzneistoffen in das Zentrale Nervensystem und kann bei der Anwendung von Arzneistoffen wie Ivermectin, Doramectin, Moxidectin oder Loperamid gravierende Vergiftungen auslösen. In zahlreichen Fällen kam es zum Tod der betroffenen Hunde. Bei Vorliegen eines MDR1-Defektes steht die sichere Anwendung einer Vielzahl weiterer Arzneistoffe in Frage, so dass eine vorbeugende Diagnose anzuraten ist.

Erklärung MDR1 – Defekt:

Der MDR1-Defekt ist ein Defekt im MDR1-Gen, der bei einigen Hunderassen verbreitet ist. Dadurch kommt es zu einer mangelhaften oder fehlenden Synthese eines bestimmten Proteins (P-Glykoprotein, P-gp), welches ein wichtiger Bestandteil der Blut-Hirn-Schranke ist, was zu einer Überempfindlichkeit gegenüber manchen Arzneimitteln führt. Urheber dieses Defektes ist wahrscheinlich ein einziger Hund, der etwa Mitte des 19. Jahrhunderts gelebt hat und maßgeblich an der Entstehung und Festigung der Rasse Collie beteiligt war. Daher lässt sich dieser Defekt bei Hunderassen finden, die nachweisbar mit dem Collie verwandt sind. Bei anderen vom Defekt betroffenen Rassen dient diese Mutation dann als Nachweis der Verwandtschaft. Ein funktionierendes MDR1-System ist vor allem bei Säugetieren (also auch Menschen) bekannt und hier evolutionsgeschichtlich sehr alt. Tiere, die dieses System nicht besitzen, können ähnliche Empfindlichkeiten für Medikamente zeigen.

 

Genotyp der Nachkommen
in Abhängigkeit vom Genotyp der Elterntiere
MDR-Genotyp der Hündin
MDR-Genotyp des Rüden MDR1(+/+) MDR1(+/-) MDR1(-/-)
MDR1(+/+) 100 % MDR1(+/+) 50 % MDR1(+/+)
50 % MDR1(+/-)
100 % MDR1(+/-)
MDR1(+/-) 50 % MDR1(+/+)
50 % MDR1(+/-)
25 % MDR1(+/+)
50 % MDR1(+/-)
25 % MDR1(-/-)
50 % MDR1(+/-)
50 % MDR1(-/-)
MDR1(-/-) 100 % MDR1(+/-) 50 % MDR1(+/-)
50 % MDR1(-/-)
100 % MDR1(-/-)


Quellen: Eigene, in Ergänzung mit Uni Giessen, Wikipedia