Schlagwort-Archiv: Allgäu

Weihnachten/Neujahr 2014/2015: Schnell mal umgeplant!

Und wieder mal zeigt sich der große Vorteil vom Wohnmobil:
Man kann auf bestimmte Situationen kurzfristig reagieren und auch schnell mal umdisponieren – wie auch jetzt wieder!
Eigentlich wollten wir in diesem Jahr ja mal wieder Richtung Norden, um dort die Festtage zu verbringen.
Wir sind ja schon ziemlich wetterfest aber angekündigter Sturm und Dauerregen quer über einen längeren Zeitraum hinweg veranlassten uns dann doch, diesen Plan nochmals zu überdenken und “Plan B” aus der Schublade zu holen:
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Allgäu, Ostfriesland, Neckartal – wir leben noch!

Hallo Ihr Lieben da draußen.
Wir leben noch, wir fahren noch, wir sind noch aktiv.
Warum man in letzterZeit nichts mehr von uns hört?
Unser Womo-Hund ‘Eros’ erklärt’s euch kurz:
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Mit Hund im Wohnmobil nach Italien + Frankreich – Sommer 2014

Unser Hund Eros verlässt das Wohnmobil seit Stunden nicht mehr.
Ein sicheres Indiz: Er merkt dass es in Kürze losgeht!

Nico ist mit der Schule fertig, die Abschlussprüfung ist geschafft und die Schulabschlussfeier vorbei.
Somit sind wir in diesem Jahr nicht mehr an die Schulferien gebunden und können schon vor Ferienbeginn starten.
Wie bereits im am 19.08.2014 veröffentlichten Vorbericht zu dieser Reise geschrieben, haben wir dieses Mal nicht das konkrete Reiseziel „XY“ sondern nur verschiedene Gegenden, welche wir möglichst mautfrei erreichen wollen vor Augen. So beließen wir es bei einer groben Vorplanung und überließen den Rest weitestgehend unserem Navi mit den entsprechenden Vorgaben. Die jeweils nächsten Ziele planen wir dann an Hand von Straßenkarte sowie Reise- und Stellplatzführer oder auch Tipps von anderen Reisemobilisten fast immer vom aktuellen Standort aus. Wir lassen uns einfach treiben – der Weg ist dasZiel, Weiterlesen

Berge + Meer – Womo-Tour Italien + Frankreich 2014

Wir (Wohnmobil, Familie und Hund) melden uns zurück!

Von einer Tour, wie sie abwechslungsreicher kaum hätte sein können.
Zwar war „schnellste Strecke“ aber gleichzeitig auch „Mautstrecken vermeiden“ die Devise und die entsprechende Vorgabe an unser Navi. Und so wurde der Weg zum Ziel, nicht „direkt und sofort“ ans Mittelmeer oder zur Cote d’Azur oder in die Provence sondern eben so wie es sich ergab – eher gemächlich aber schön!
Es war eine Reisemobiltour für Leute, die das sehen und erleben möchten, was man von der Autobahn aus innerhalb eines Urlaubs eher selten sieht: Weiterlesen

Schnuppertour nach Steibis (Oberstaufen) im Oberallgäu

Hierzu muss ich nochmal ins Jahr 2013 zurück “beamen”,  weil ich zu meiner Schande gestehen muss zu dieser Tour noch gar keinen Bericht geschrieben zu haben.

Wir besuchen zwar gerne hin und wieder Stellplätze welche wir schon kennen wenn sie uns besonders zusagen.
Aber dennoch möchten wir auch immer wieder Neues kennen lernen und sind daher ständig auf der Suche nach schönen Plätzen, an welchen noch nicht waren.

So führte uns im Herbst 2013 eine Tour ins Oberallgäu um einen vielleicht für Weihnachten/Neujahr geeigneten Platz zu inspizieren.
Ausgesucht hatten wir den bis dato noch relativ unbekannten Stellplatz in Steibis.

So begaben wir uns am Freitag, den 01.11.2013 gegen 9:15 Uhr auf die Piste.
Noch schnell ein Stopp an der Tanke, dann in Kirchheim/Teck auf die A8 Richtung München.
Über Ulm ging’s dann zur A7 über Memmingen + Kempten zum Dreieck Allgäu. Weiter über die A980 nach Waltenhofen und dann auf Bundesstraßen  über Immenstadt + Oberstaufen nach Steibis.

Erster Gedanke:
Wie kommt man diese Steigung (steil, schmal, kurvig) von Oberstaufen  nach Steibis hoch (und wieder runter), wenn Schnee liegt und man evtl. am späten Nachmittag/am Abend anreist?
Auf den Bundesstraßen braucht man evtl. keinen Schneeketten – hier hoch aber mit Sicherheit!

Um ca. 12:15 Uhr (nach rund 200 km) waren wir dann vor Ort.

Zweiter Gedanke:
Wo gibt’s Frischwasser?
Zum Glück war der (sehr freundliche, entgegenkommende und flexible) Betreiber des Platzes vor Ort.
Die V+E ist “unten” an der Werkstatt. Also wieder raus aus dem Platz, runter zur Versorgung (nicht ganz optimal was die Zugänglichkeit betrifft aber machbar), Frischwasser gezapft und wieder hoch zum Platz.

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Dritter Gedanke:
Wie bekommen wir jetzt das Wohnmobil gerade (das Gefälle  ist beängstigend). Mit Hilfe der eigenen und der vom Platzbetreiber hergestellten Keile und einiger Brettchen  gelang dies dann endlich auch und wir standen (mehr oder weniger) akzeptabel!

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Vierter Gedanke:
Schön hier!

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Der Platz liegt zwar direkt an der Straße, die paar Autos die hier fahren stören aber kaum, in der Nacht schon mal gar nicht.
Im Winter könnte das Verkehrsaufkommen zum/vom Schilift am Vor- und Nachmittag evtl. etwas stärker sein.

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Die Gegend:
Top! Schön zum Spazieren, zum Wandern, Busanbindung nach Oberstaufen (Haltestelle am Stellplatz), im Winter gut zum Schifahren (kleiner Lift in Platznähe, führt zum großen Lift des Schigebiets).

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Der Ort:
Schön und gemütlich, mehrere Restaurants, kleiner Laden für das Nötigste, super Käserei.

In der Nähe:
Oberstaufen

Leider war das Wetter nicht ganz optimal, aber für ein paar kleinere Wanderungen hat’s dann noch gereicht, so dass wir zumindest Ansatzweise einen Eindruck über die Möglichkeiten hier erhalten haben.

Wir werden sicherlich wieder hierher zurück kommen, aber wohl nicht im Winter. Die Anfahrt/Rückfahrt erscheint mir doch etwas kritisch, zumal uns von “Einheimischen” dann doch noch bestätigt wurde, dass hier bei Schnee schon mal der eine oder andere Reisebus im Graben hängt und dann gar nichts mehr geht …

Am Sonntag, 03.11.2013 traten wir die Rückreise an mit dem Gefühl, doch einen recht netten Platz gefunden zu haben, welchen wir auch mal wieder aufsuchen werden.
Allerdings war die Entsorgerei (bei strömendem Regen) wegen des etwas ungünstigen Standortes und wegen parkenden PKW’s noch eine größere Aktion, aber auch das haben wir geschafft!

Preise: Euro 7,50 (im Winter 10,–), zzgl. V+E und Strom

Weihnachten/Neujahr 2013/2014

Nachdem das Jahr 2013 zwar in Bezug auf Wohnmobil fahren ziemlich lasch, bezüglich sonstigen Terminen und Arbeit jedoch extrem hektisch und stressig war hatten wir geplant, wenigsten den Jahresausklang 2013 und den Einstieg in 2014 eher ruhig anzugehen.

Aus diesem Grund wollten wir “nur” von Zuhause nach Lechbruck zum Stellplatz fahren, um dort mal so richtig die Füße hoch zu legen.
Hierher sind’s für uns rund 200 km / 2,5 Std.

Da es am 20.12. aber wieder mal recht spät wurde mit dem Feierabend, das Wohnmobil jedoch schon komplett bereit zur Abfahrt war, sind wir dann noch am Abend los gefahren und wollten zumindest noch bis zum Stellplatz nach Ulm kommen.
Dieser kostenfreie Platz (mit V+E)  ist für einen Zwischenstopp auf der Nord-Süd-Route oder umgekehrt ganz OK!
Diesen Abend wollten wir dann gleich nutzen, um schon mal ein wenig “runter zu kommen” und nicht Zuhause noch irgendetwas “rumkruschteln” (= auf Deutsch: kleine Dinge erledigen).

Den Stellplatz in Lechbruck fahren wir im Winter ganz gerne an, da wir hier ziemlich unsere Ruhe haben:


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- herrlich ruhig
- nicht so überfüllt wie andere um diese Zeit
- Strompauschale, also einstöpseln und fertig
- V+E am Platz (inklusive)
- WC am Platz (inklusive)
- schöne Spazier- und Wandermöglichkeiten
- Busanbindung bis nach Füssen (allerdings wenig Fahrten!!!)
- Grillstelle mit Schwenkgrill (z.B. für die Neujahrsnacht)
- Möglichkeit zum Gasflaschentausch

Außerdem gehört der Stellplatz zum angrenzenden Campingplatz.
Hier gibt’s Duschmöglichkeiten, ein kleines Kiosk (u.a.Brötchen), ein Restaurant und immer wieder Vorträge und Veranstaltungen
wie z. B. eine Fackelwanderung zu Sylvester etc.

Nach Lechbruck kommt man zu Fuß – je nachdem welche Strecke man wählt – schon in ca. 20 Minuten. Dort gibt’s dann einige Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten.

Wir waren dann vom 22.12.2013 bis zum 04.01.2014 hier.
Da wir  tatsächlich auch keine größeren Aktionen gestartet hatten, gibt’s hier jetzt keinen großartigen Bericht über diese Zeit.

In der Kategorie
D. EROS – DAS TAGEBUCH im Beitrag “Wo bleibt mein Schnee”
habe ich aber noch ein paar Bilder und Kommentare zu diesem Aufenthalt eingestellt.
Außerdem auch noch – in der gleichen Kategorie – im Beitrag “Mein erster Wohnmobilausflug” ein paar Bilder z. B. von der Grillstelle etc.

Wo bleibt mein Schnee?

Im Januar 2014

Ich liebe Schnee über Alles – aber wo ist der Schnee?
Einfach keiner da! 

Also habe ich Herrchen und Frauchen überredet, mal wieder Richtung Berge zu fahren.
Unsere Bekannten (Gerhard und Dagmar mit meiner Freundin – Hündin Laura) sind auch mitgekommen.

Dort angekommen, war es richtig schön:


Aber Schnee? – Ausser dem Klecks auf dem Bild Fehlanzeige!
Also warten wir mal (hier ich mit Herrchen und Gerhard).

Dann sind wir mal eine Runde gewandert.
Vielleicht finden wir woanders Schnee.

Aber wieder Fehlanzeige!
Also warten wir weiter (hier ich mit Herrchen und Dagmar).

Es war zwar immer noch schön – aber eben ohne Schnee.

Also sind war dann nach ein paar herrlichen Tagen ohne Schnee wieder nach Hause gefahren.

Und jetzt reicht’s mir!!!
Ich habe Herrchen überredet, dass jetzt Frühling ist (heute an die 15° C).

Deshalb kommt jetzt Vogelhäuschen (rechts oben im Bild) weg und Grill (links von mir) her.

Und jetzt will ich auch keinen Schnee mehr!

Weihnachten 2004

Eigentlich würde an dieser Stelle jetzt ein Bericht über unseren traditionellen

*** Weihnachts-/Sylvestertrip in den Schnee ***

erscheinen.

Stattdessen erscheinen nachfolgend Bilder

*** von einer total überfluteten Womo-Heckgarage, einem Gipsfuss und einem Christbaum im Wohnzimmer ***

Die Route:
Fürs Wohnmobil: Keine
Für mich: Oberste Treppenstufe – unterste Treppenstufe.     

Strecke fürs Womo: 0 m
Strecke für mich: 3 m

Der Stellplatz
Stellplatz in Hochdorf bei uns am Haus.

Was wir so unternommen haben
Eigentlich nix.

Und wie kams dazu?
Ganz einfach: Ich war am 1. + 2. Dezember (mal wieder) für 2 Tage bei Concorde in Aschbach zur Mängelbeseitigung (Nässe u.a. an den Fenstern und in der Heckgarage). Nach der Rückkehr, genauer gesagt am 4. Dezember wollte ich, da für die folgenden Tage Frost angesagt war, das Wasser aus dem Boiler ablassen – und was fand ich hierbei nach den Regenfällen der vergangenen Nacht in der Heckgarage unseres  Womos?

Ca. 2 cm hoch Regenwasser !!!

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Das war wohl die Art unseres Womos,  auf die “Mängelbeseitigung” im Werk zu reagieren.

Nach mehrfachen “Touren” mit Putzlappen, Putzeimern, Verlängerungskabel und Heizlüfter die Treppe im Haus rauf und runter erfolgte dann letztlich (am gleichen Tag noch) auch mein “Abflug” mit der daraus resultierenden Erweiterung meiner Schuhgrösse, der Erkenntnis, so wohl weder in Moonboots noch in Skistiefel reinzukommen

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und dem Entschluss, den Christbaum dieses Jahr nicht neben dem
Womo im Schnee sondern Zuhause im trockenen Wohnzimmer aufzustellen.

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 *********************************************** Wir wünschen unseren Freunden und Bekannten, welche jetzt die Feiertage ohne uns in Nesselwang verbringen und natürlich auch allen anderen irgendwo unterwegs oder Zuhause

 

SCHÖNE FEIERTAGE, FROHE WEIHNACHTEN UND EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR !
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Kurztrips Nesselwang

Unsere Ausflüge nach Nesselwang im Allgäu

 

Wir fahren – wie üblich – auf der A8 ab Wendlingen oder Kirchheim Teck/Ost Richtung München, in Ulm/West wieder runter  und durch Ulm  durch (obwohl wir das wegen dem LKW-Durchfahrtsverbots eigentlich gar nicht dürften, ausserdem Tempo 60 einhalten – Blitzer!).
Hinter Ulm immer weiterRichtung Memmingen-Kempten-Füssen  bis nach Hittistetten und da auf die A7 bis Ausfahrt  Oy-Mittelberg/Nesselwang.
Ausfahrt raus, oben rechts, Kreisverkehr links,  Serpentinen runter und kurz nach Ortsanfang zur Alpspitzbahn rechts hoch.

Strecke für uns: ca. 2 Std., 170 km

Der Stellplatz
Der Stellplatz ist geschottert und groß genug für  -zig Mobile, am Wertstoffhof steht die V+E-Sation und man kann den Müll  loswerden. Ab 7:00 kommt die Kassiererin (€ 5.00) und wenn´s kurz danach hupt  ist der Bäcker da (zumindest in der Saison).
Wer sich´s ersparen will zahlt  gleich für mehrere Tage (auch im Fremdenverkehrsamt im Ort möglich).

Was wir hier so tun
Direkt vom Platz aus geht der Sessellift hoch.  Man kann aber auch die Wanderwege (z.B. den “Wasserfall” hoch (gutes Schuhwerk  und Vorsicht bei Nässe – Holzstufen!). Oben ergeben sich vielfältige  Wandermöglichkeiten.
Bei trockenem Wetter kann man auch mit der Sommerrodelbahn  wieder runter. Wandermöglichkeiten gibts sich auch Richtung Pfronten.
Dort  (Pronten-Ried) kann man sich dann in der Brauereigaststätte mit Deftigem stärken  und ggf. mit dem Zug (Bahnhof nebenan) oder Bus nach Nesselwang zurück fahren.
Apropos Zug: Radler dürfen im Allgäu die Fahrräder kostenlos mitnehmen (Stand  Herbst 2003!).
In die anderen Richtungen kann man auch sehr schön radeln:  Durch den Ort durch (nicht auf der Haupstraße – Lebensgefahr!!!) etwas rechts  halten kommt man z.B. an den Attlesee. In der wärmeren Jahreszeit ideal zum  Baden. Oder vom Stellplatz aus linker Hand erreicht man den Grüntensee. Schön zu  Umrunden. Alle Wander -und Radmöglichkeiten hier zu beschreiben würde den Rahmen  hier sprengen. Dscfnico3

Falls das Wetter aber mal nicht so toll sein sollte, kann man  ja immer noch ins Badezentrum (Spassbad mit Sauna aber auch Schwimmhalle)  gehen. Im Ort gibts von den Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten so ziemlich  alles, was man braucht oder auch nicht. Im Winter kann man ausserdem Skifahren,  Langlauf betreiben,Rodeln oder eben auch Wandern, wobei der Lift an schönen  Tagen zeitweise hoffnungslos überlastet ist und man seine Liftkarte in der  Schlange “absteht”. Logischerweise geht das natürlich nur, wenn´s auch Schnee  hat, und das war leider in den letzten Jahren nicht unbedingt  selbstverständlich. Zu vermeiden ist ein Aufenthalt um Weihnachten/Neujahr  (total überfüllt) aber das ist wahrscheinlich auf vielen anderen Plätzen  ähnlich!

 

Kurztrip Schwarzwald-Oberland-Allgäu

Unsere herbstliche Bad-Rad-Wanderwoche
(Schwarzwald – Oberland – Allgäu)

 

Als erstes Ziel haben wir uns Unterkirnach ausgewählt.

Die Strecke dorthin habe ich ja an anderer Stelle bereits beschrieben. Hier nochmal kurz: Ab Kreuz Stuttgart auf der A81 Richtung Singen bis zur Abfahrt Villingen-Schwenningen (35), B523 nach Villingen-Schwenningen und von Villingen aus der Beschilderung nach Unterkirnach folgend. Von der Straße aus an der 1. Abzweigung nach Unterkirnach rechts ab dem Womo-Symbol nach.

Diesmal haben wir aber nicht den Stellplatz im Ort ausgesucht, sondern den privaten am “Ackerloch”. Also fahren wir im Ort nicht links ab dem Womo-Symbol nach sondern geradeaus weiter und nach ca. 100 m scharf rechts ab zum Ackerloch. Die Strasse geht jetzt durchs Wohngebiet den Berg hoch bis zum Feldrand, dann scharf links bis zum Wald und dann rechts in den Wald rein zur Metzgerei Ackerloch / Grillschopf.

Nach dem Aufenthalt hier fahren wir zurück nach Villingen-Schwenningen und mit einem Abstecher über Trossingen / Seitingen-Oberflacht (Besuch bei Opa) weiter auf der B523 über Tuttlingen und der B311 Messkirch bis Herbertingen. Das letzte Stück führt auf der B32 nach Saulgau zum Thermalbad (Sonnenhof-Therme). Weiter gehts dann auf Nebenstrecken über Bad-Schussenried nach Biberach zum Jordanbad (liegt von Süden her kommend an der B312 Richtung Ochsenhausen – Memmingen bei Ummendorf). Danach fahren wir wieder in südlicher Richtung ins Allgäu, genauer gesagt auf der B312 Ochsenhausen – Memmingen bis zum A7-Anschluss Berkheim(127) und auf der A7 Richtung Füssen bis zum Dreieck Allgäu(136). Von hier aus führt uns die Strecke über die A980 bis Waltenhofen und der B19 nach Immenstadt zum bereits früher beschriebenen Stellplatz (P3 – Viehweidplatz). Der Rückweg verläuft auf gleicher Route zurück, nochmals zum Jordanbad nach Biberach, auf der B30 nach Neu-Ulm / Ulm und der B10 bis zum A8-Anschluss Ulm-West(62) Richtung Stuttgart zurück nach Hochdorf.

Strecke für uns: ca. 600 km

Die Stellplätze

Der Stellplatz in Unterkirnach am Ackerloch (Grillschopf)
bietet 2 Möglichkeiten: einmal (9 Plätze) vor dem “Grillschopf” links oben am Waldrand, terrassiert, schattig, wegen entsprechendem Untergrund Schmutz im Womo wohl nicht ganz vermeidbar und einmal (10 Plätze) hinter der Metzgerei auf dem Parkplatz (sonniger als oben, gepflasterter Untergrund, evtl. aber auch PKWs).

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Kostenpunkt EUR 2,– + Kurtaxe EUR 1,20 p.P. (Kind EUR 0,60) inkl. Strom, und Frischwasser (Entsorgung möglich oder am Stellplatz im Ort), bezahlt wird in der Metzgerei. Die Plätze liegen ruhig und bieten prima Möglichkeiten zum Wandern. Außerdem bietet sich der Einkauf von Schwarzwälder Spezialitäten in der Metzgerei und die Einkehr im “Grillschopf” an.

Der nächste Stellplatz auf unserer Tour ist der von  Bad Saulgau auf dem Parkplatz des Thermalbads (Sonnenhof-Therme). Zuvor haben wir zwar noch in Oberflacht bei Opa übernachtet, dieser Platz läuft aber außer Konkurrenz.
In Bad Saulgau gibts 2 Bereiche: einmal der für Fahrzeuge von 5m – 7,5m und dann der für größere Fahrzeuge (7,5 – 11 m). Die Gebühr beträgt stolze EUR 8,00 + Kurtaxe EUR 1,00 p. Erwachsenem. Allerdings inklusive Strom sowie V+E. Mit dem Schlüssel (EUR 30,00 Kaution) für den Stromkasten kommt man auch in den sonst abgesperrten “Müllbereich” und in den Raum mit Waschmaschine und Trockner.
Hier müsste jetzt eigentlich ein Bild vom Stellplatz erscheinen – ich hab´ aber vergessen eins zu machen!
Morgens kommt der mobile “Tante-Emma-Laden” mit Brötchen, Zeitung und sonstigen Dingen. Leider führt die relativ stark befahrene Strasse nach Saulgau direkt am Platz vorbei.

Am Jordanbad in Biberach wurde auf dem Parkplatz eigens für Womos ein Park- und Übernachtungsbereich eingerichtet.

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Kostenlos aber leider direkt an der lauten B312 nach Memmingen, ohne Einkaufsmöglichkeiten (ein Spaziergang nach Ummendorf – ca. 30 Min. – mit diversen Geschäften und Supermärkten ist jedoch möglich) und ohne V+E-Möglichkeit.
Hierfür sollte man den offiziellen Stellplatz in Biberach ansteuern (Übernachtung, Frischwasser und Entsorgung kostenlos!!!).
Der Weg dorthin ist am Jordanbad beschrieben.

Den Stellplatz in Immenstadt im Allgäu (P3 – Viehweidplatz) habe ich im Rahmen unserer letzten Tour bereits ausführlich und mit Fotos beschrieben.

Was wir so unternommen haben

Anlass für diese Tour waren
a. die Herbstferien
b. der bevorstehende Geburtstag von Opa
c. unsere alternden, schmerzenden Knochen und Gelenke.

Also machten wir uns am Freitagnachmittag, nachdem wir an der Tankstelle noch kurz von einem Tanklastzug welcher uns übersehen hatte gerammt wurden mit etwas Verspätung, einem leichten Heckschaden sowie kaputtem Rücklicht und Blinker auf den Weg in den Schwarzwald, um für Opa´s 80igsten ein paar seiner geliebten Leckereien (Schwarzwurst, Speck, Wein) zu besorgen. Da uns das Wetter fast über den gesamten Zeitraum nicht viel mehr als ein herbstliches Grau in Grau anbot (was zumindest beim Baden aber überhaupt nicht störte), erscheinen innerhalb dieses Berichts nicht die von sonst her gewohnten Bilder (einen grauen Vorhang o.ä. kann sich ja jeder Zuhause selbst anschauen).
In Unterkirnach angekommen wählten wir umgehend den Platz hinter der Metzgerei, da uns der gepflasterte Bereich bei dieser feuchten Witterung sinnvoller als die Plätze oben am Waldrand erschien.

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Nach der Anmeldung in der Metzgerei und einem Schwätzchen mit den Womo-Nachbarn ruhten wir uns noch ein wenig aus um am Abend dann im Grillschopf einzukehren.
Nicht nur für Kinder toll: Über die Angebote von der Karte hinaus kann man sich auch Fleisch oder Würstchen aussuchen, um dies dann gemeinsam am großen Holzkohlegrill in der Wirtschaft selbst zuzubereiten. Kurz vor Fertigstellung ruft man die evtl. vorher bestellten Beilagen (z.B. Spätzle, Bratkartoffeln etc.) ab und wählt bei Bedarf noch einen Salat aus um anschliessend alles an den rustikalen Tischen / Bänken zu geniessen (Donnerstags ist übrigens “Haxenabend”).
Am nächsten Tag wollten wir, da das Wetter noch einigermassen OK war, die Gegend erkunden und machten uns daher zu einer Wanderung rund um das Ackerloch und Unterkirnach auf.

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Nach einem umfangreichen Einkauf in der Metzgerei brachen wir dann am Nachmittag Richtung Seitingen-Oberflacht zu Opa auf, um dort bis Montag zu bleiben.

Am Montagmittag ziehen wir dann weiter. Ich habe schon seit einiger Zeit Probleme mit meiner Schulter und vor einigen Jahren hatte Heidi nach einer Sportverletzung schon einmal gute Erfahrungen mit dem schwefelhaltigen Wasser des Thermalbades in Saulgau gemacht (allerdings ist dieses Bad nicht besonders herauszuheben: mit Bad Wurzach, Bad Buchau, Bad Waldsee – um nur ein paar zu nennen – haben wir hier ja einige schöne Angebote fast vor der Haustür). Also los nach Bad Saulgau, meiner Schulter, Heidis Kreuzschmerzen und des schlechten Wetters wegen.

Am Bad angekommen, erst mal die übliche Prozedur: Anmelden (Parzellennummer merken und an der Kasse nennen, sonst geht nix! – wie ich so was hasse!!!), Schlüssel mitnehmen (Kaution!), auf Keile fahren, Stromanschluss, Stützen runter.

Da es  nach der Zeitumstellung jetzt schon fast dunkel ist und auch noch regnet, gehen wir gleich noch für 3 Stunden ins Bad rein (Nico motzt erst mal – “hier stinkts ja nach faulen Eiern”) aber dann gefällts ihm doch noch einigermassen. Nach dem Baden siehts im Womo dann aus wie in einem Wäschelager: An jedem verfügbaren Plätzchen hängen Badesachen und feuchte Handtücher und riechen tuts auch dementsprechend – richtig trocken wird natürlich gar nichts.
Nach dem Abendessen begeben wir uns dann recht bald recht müde in die Kojen.
Am nächsten Tag gehen wir dann gleich nochmal für 3 Stunden ins Bad um anschliessend im Womo aufzuräumen und unsere Zelte hier abzubrechen (die Nachbarschaft ist leider in die Rubrik “lieber Hundegebell als Kinderlachen” einzustufen).
Ausserdem haben wir Nico versprochen, als Ausgleich zu diesem Heilbad noch einen gesamten Tag in einem Familienbad anzuhängen.
Also fahren wir nach der üblichen Entsorgungsprozedur nach Biberach zum Jordanbad, wo wir am frühen Nachmittag auf dem Parkplatz Stellung beziehen, in der Hoffnung, daß der Extremverkehr auf der angrenzenden Strasse im Lauf des Abends nachläßt.
Anschliessend spazieren wir noch ins nahegelegene Ummendorf zum Einkaufen. Am Abend kochen wir dann um im Womo zu essen, ein paar Spiele zu machen und noch ein wenig zu lesen.
Tatsächlich läßt der Verkehrslärm nach und es ist in der Nacht auch nicht viel lauter als in Saulgau.
Das Jordanbad ist ein Hit!
Von morgens bis abends (an manchen Tagen bis 23:00 Uhr geöffnet) wirds einem hier nicht langweilig: Planschbecken, Familienbecken, Röhrenrutsche, Breitrutsche, Dampfbad, Quelltopf, Solebecken mit Salzwasser, Sonnenliegen, Aromabecken, Rundbecken (mit meditativer Unterwassermusik), Aussenbecken – wenn man nicht gerade mal auf einer der Liegen ausruht, ist man ständig unterwegs und das mit der Familien-Tageskarte (bis 3 Kinder) für EUR 25,00. Wer will, kann auch noch in den Saunabereich rein – kostet aber extra. Nico ist total happy und kommt überhaupt nicht mehr aus dem Wasser raus und auch wir sind sehr angetan von diesem auch vom Eindruck her sehr freundlichen Bad.
Am Abend beschliessen wir dann gemeinsam heute noch nach Immenstadt zu fahren, da laut Wetterbericht in Alpennähe Fön herrscht und deshalb das Wetter dort unten zumindest bis Freitag noch etwas besser sein soll. Und da wir ja vorhatten, auch noch etwas zu radeln, wollten wir dies ausnutzen. Also alles provisorisch zusammenpacken und ab ins Allgäu.

Nachdem wir auf dem uns schon bekannten Stellplatz in Immenstadt Stellung bezogen haben, liegen Heidi und Nico nach diesem Badetag relativ schnell ab und ich genehmige mir noch ein, zwei Gläschen Vino und lese noch ein wenig, bevor auch ich mich verabschiede.

Am nächsten Morgen mache ich mal wieder ein Beobachtung der leider schon gar nicht mehr besonderen Art:
Aus einem Westfalia-Sprinter mit Günzburger Kennzeichen darf Hundchen alleine raus um in aller Ruhe seinen individuellen großen Geschäften nachzugehen, kurz darauf kommt Herrchen und pinkelt – ebenfalls in aller Ruhe – ins selbe Gebüsch und begutachtet anschliessend während des Entfaltens seines Klapprades das entspannende Plätschern des Rinnsals welcher aus dem Abwasserschlauch seines Womos läuft.
Leider hatte ich meine Kamera nicht zur Hand, sonst wäre diese Szene jetzt hier für alle einsehbar! Wollen diese Menschen eigentlich mit aller Gewalt die Schließung von Stellplätzen provozieren?

Nach dem Frühstück machen wir uns dann auf den Weg: Von Immenstadt aus führt der Iller-Radweg zum einen Richtung Kempten und zum anderen Richtung Sonthofen – Oberstdorf. Wir entschliessen uns für Sonthofen und radeln bei wenigstens trockenem Wetter (wie erwartet warm oder gar schön ists allerdings nicht) los. Der Radwanderweg ist Klasse! Fast immer direkt am Iller entlang gehts ohne große Steigungen Richtung Berge (Sonthofen ca. 10 km, Oberstdorf ca. 20) und ist auch für Familien ohne Probleme machbar. Im Sommer kann man sicherlich immer wieder an den Kiesbänken untem am Iller schön rasten und ausruhen. Allerdings ist Nico heute überhaupt nicht gut drauf und mault und motzt an einem Stück (zu viele Steigungen obwohl gar keine da sind, Hunger immer dann wenns gerade nicht geht usw.) so dass wir uns kurzfristig zum Umkehren entschliessen. Unterwegs kaufen wir noch die wichtigsten Dinge ein und Heidi kocht – nach der Prognose Spaghetti – das Essen.
Da Nico nachdem die angekündigten Spaghetti auf dem Tisch stehen jetzt plötzlich doch lieber Maultaschen möchte, platzt mir der Kragen: Teller weg, Besteck weg, Schlafanzug an und ab ins Bett – ohne Essen! Im Lauf des Abends treffen doch noch einige Womos am Platz ein und einige Kinder sind auch mit an  Bord. Nicos Pech – für heute bleibt er auf höchst richterliche Anordnung im Womo. Da das Wetter aber zwischenzeitlich etwas ungemütlich wird, geht von uns heute so oder keiner mehr raus

Am nächsten Morgen wacht Nico heulend auf: Bauchweh, Schlecht und, und, und. Für mich klar: Hunger! Und es Bewahrheitet sich auch schnell – derartige Mengen hat Nico sein Lebtag noch nie zum Frühstück zu sich genommen. Vermutlich wars lehrreich aber wahrscheinlich hälts nicht lang an! Zwischenzeitlich regnets in Strömen (unsre nach wie vor undichten Fenster machens deutlich). Wir entscheiden uns, wie einige andere auf dem Platz anscheinend auch, für die Heimreise. Gerade als ich das Womo vom Keil rollen lasse kommt der Nachbar um unser Womo gelaufen und klopft. Als wir öffnen fragt er, ob wir einen Sohn namens Nico haben, was wir natürlich bejahen: die Womo-Nachbarn kommen wie wir auch aus Hochdorf, deren Sohn ist ein Klassenkamerad von Nico was dieser schon am Abend zuvor beim Blick durchs Fenster festgestellt hat – nur die “Alten” habens den “Jungen” ja mal wieder nicht geglaubt. Und sie wissen auch nicht so recht, was bei diesem Wetter zu tun ist. Kurze Lagebesprechung und dann der Entschluss: Wir fahren alle zusammen nach Biberach und gehen gemeinsam ins Jordanbad. Gesagt getan, wir fahren los und sind um 10:30 Uhr wieder in Biberach

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und um 11:00 im Bad, wo wir alle gemeinsam bis ca. 22:00 bleiben und nochmal einen tollen Tag verbringen. Die Kids sind total geschafft und es dauert bei den anderen zwei überhaupt nicht und bei Nico nur noch eine Suppe lang, bis sie schlafen.

Am nächsten Morgen räumen wir aber endgültig zusammen um nach Hause zu fahren. Eigenartigerweise scheint jetzt plötzlich die Sonne, aber diesmal steht der Entschluss: Nach einem kurzen Abstecher zum Stellplatz in Biberach (Entsorgen) fahren wir dann über Ulm zurück nach Hochdorf.

Fazit unserer Herbsttour
Heckschaden am Womo, viel Geld verbraucht, viel erlebt, Schulter tut immer noch weh aber: schön wars!