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Kurztrip Schwarzwald – Bodensee

Unser Schwarzwald – Bodensee – Kurztrip Pfingsten 2004

In den östlichen Teil des Schwarzwalds fahren wir Richtung Stuttgart bis zum Kreuz Stuttgart und von hier aus weiter auf der A81 Stuttgart – Singen.

Diesmal verlassen wir die Autobahn jedoch bereits an der Abfahrt Horb (30) wieder und fahren über Horb – Schopfloch – Dornstetten nach Hallwangen und biegen hier am Ortsende scharf links ab auf die Straße nach Seewald zum Stellplatz hinter Seewald-Erzgrube am Nagoldstausee. Weiter geht die Tour dann zurück nach Hallwangen (Barfußpark) Richtung Freudenstadt, auf der B294 durch den Schwarzwald über Loßburg – Alpirsbach – Schiltach und der B462 über Schramberg nach Rottweil wo wir ein Stück Autobahn nehmen und gleich an der nächsten Abfahrt (Villingen-Schwenningen / 35) wieder runterfahren. Von hier aus wäre es nicht weit z.B. zu den Stellplätzen in Unterkirnach oder diversen anderen in der Gegend. Wir aber fahren weiter über Trossingen – Schura – Durchhausen nach Seitingen-Oberflacht, wo wir uns bei “Opa” angemeldet haben (Stellplatz vor dem Haus).

Weiter geht´s dann zur B523 nach Tuttlingen und auf der B311 über Messkirch bis zum Abzweig Pfullendorf. Auf Nebenstrassen fahren wir dann die Strecke Pfullendorf – Denkingen – Heiligenberg zum Stellplatz in Heiligenberg. Am nächsten Tag führt uns unsere Tour nach Salem (Affenberg), über Oberuhldingen zum Bodensee und – nicht auf der B31! – direkt am See entlang durch Unteruhldingen nach Meersburg. Weiter geht´s – jetzt zwangsweise auf der B31 – über Immenstaad nach Friedrichshafen und dann immer Richtung Lindau zur Autbahn A96 Lindau – Wangen – Memmingen auf die A7 bis Ulm und dann auf der A 8 Richtung Stuttgart wieder zurück nach Hause.
Strecke für uns: ca. 540 km

Die Stellplätze

Stellplatz Seewald-Erzgrube Der Stellplatz befindet sich auf dem Parkplatz P4 (WOMO + Bus) und ist durch die Strasse (nachts recht ruhig) vom Nagoldstausee getrennt. Auf ein peinlichst genaues Einparken ist jedoch zu achten: Ein überaus eifriger “Vollzugsbeamter” winkt beim Berühren der Parkplatzmarkierungen und beim Überstehen des Fahrzeugs über die Bordsteinkante sofort mit dem Strafzettelblöckchen, auch wenn der Platz völlig leer ist und auf dem Gehweg, der eigentlich gar keiner ist, überhaupt niemand läuft (auf den WOMO-Plätzen abgestellte PKWs blieben hingegen völlig unbehelligt). Dies war aber auch der einzig fade Beigeschmack während unseres Aufenthalts.

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Der Platz war zum Zeitpunkt unseres Besuchs gebührenfrei, Entsorgungsmöglichkeit (Bodeneinlass) ist gegeben, Toilettenhäuschen direkt vor Ort, Frischwasseranschlüsse haben wir keine gefunden (nur Waschbecken im Häuschen). Gaststätte ca. 500 m entfernt.

 

Stellplatz Seitingen-Oberflacht bei Opa Um grösseren Andrang zu vermeiden, veröffentliche ich diesen Stellplatztipp hier nicht.

 

Stellplatz Heiligenberg Der Stellplatz ist im Ort gut beschildert, befindet sich im hinteren Bereich des Gesamtparkplatzes (PKW/BUS/WOMO) und war zumindest in der Nacht sehr ruhig. Kostenpunkt EUR 5,00. Ver-/Entsorgung möglich, jedoch ist zumindest die Entsorgung durch den idiotischen Standort der Säule etwas “erschwert”. Fußläufige Entfernung zum “Ortskern”, angeblich sehenswertes Schloss.

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Was wir so unternommen haben

Nachdem wir wie beschrieben die Autobahn in Richtung Horb verlassen und uns in den an der Strecke gelegenen Supermärkten mit dem noch benötigten (Zuhause vergessenen …) versorgt hatten, sind wir mehr oder weniger direkt (Heidi hatte die Strassenkarte) zum Stellplatz am Nagoldstausee gefahren. Unsere erste Inspektion der näheren Umgebung führte dazu, daß wir uns zum Holz sammeln aufmachten: wir entdeckten wunderschöne Grillstellen und
zufällig hatten wir auch noch Grillwürstchen dabei.

Nico war natürlich hell begeistert von dieser Idee.

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Nach einem Spaziergang am See entlang (die Wege sind auch zum Radfahren oder Inlinern um den See herum bestens geeignet) entzündeten wir dann das Feuer, grillten, und plauderten noch etwas mit den inzwischen auch anwesenden WOMO-Platznachbarn.

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Am nächsten Tag machten wir uns dann auf den Weg in das ca. 10 km entfernte Hallwangen zum dort angelegten “Barfußpark”.

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Hierbei handelt es sich um einen ca. 3 km langen Rundweg,

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welcher eigens zum “Barfußgehen” und zum “Fühlen” angelegt ist:

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Gras, Wasser, Rindenmulch, Sand, Schlamm, Steine usw.

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Am Eingang gibt´s sogar Schliessfächer für die Schuhe, zumindest die für die Kinder sollte man aber mitnehmen: Nico hatte irgendwann mal genug und weigerte sich, ohne Schuhe weiterzugehen. Auf der Strecke gibt es auch einen Kinderspielplatz mit Grillmöglichkeit.

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Am Ausgang kann man sich an der “Waschstation” die unterwegs panierten Füsse waschen.

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Eintritt frei, es wird lediglich an den Parkplätzen eine Parkgebühr erhoben.

Nach dem Besuch des Parks machen wir uns dann auf den Weg zu Opa. Wegen des guten Wetters beschliessen wir aber, nicht nach Horb zur Autobahn zurück zu fahren, sondern bis Rottweil durch den Schwarzwald zu bummeln, durch ein typische Schwarzwaldlandschaft. Am Abend treffen wir dann schließlich in Oberflacht ein, wo wir auch den grössten Teil des Pfingstsonntags verbringen werden.

Am späteren Sonntagnachmittag begeben wir uns dann wieder auf die Piste: wir möchten gerne nach Salem zum Affenberg. Für die Übernachtung haben wir uns den in der Nähe gelegenen Stellplatz in Heiligenberg ausgesucht.

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Nachdem wir am Stellplatz das schöne Wetter noch etwas genossen haben, entschliessen wir uns, noch etwas in den Ort zu gehen. Es ist allerdings nicht zu übersehen, daß es sich hier um einen Luftkurort handelt: gegen 21.00 Uhr sind die Gehsteige hier hochgeklappt – es herrscht “tote Hose”. Mit Müh´und Not finden wir noch ein Hotel-Restaurant-Café, wo wir uns auf der Terrasse bei einem herrlichen Ausblick über das Bodenseevorland einen schönen Tages-Abschluss-Eisbecher gönnen.

In der Nacht beginnt es leider zu regnen und am nächsten Tag giesst es dann wie aus Kübeln. Trotzdem beschliessen wir, den Besuch des Affenbergs nicht abzublasen (an das nach wie vor ins WOMO eindringende Regenwasser haben wir uns zwischenzeitlich ja schon gewöhnt – wir registrierens´ nur noch beiläufig).

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Tatsächlich wird das Wetter etwas besser, und wir können auch diesen Tag noch so richtig geniessen.

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Das Freigehege ist sehr schön angelegt und nicht nur die Kinder haben ihren Spass beim Füttern der am Wegrand wartenden Berberaffen.

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Aber auch ausserhalb des Geheges gibt es schöne Anlagen und weitere hier angesiedelte Tiere (Froschteich, Enten, Damwild, Störche)

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Gegen Nachmittag machen wir uns dann so langsam auf den Rückweg. Da aber trotz der regnerischen Witterung keiner von uns so richtig Lust hat, auf dem direkten Weg nach Hause zu fahren, wählen wir noch den Weg über den Bodensee und das Allgäu. Gegen Abend “trudeln” wir dann wieder Zuhause ein und stellen fest, daß auch unsere diesjährige recht kurze Pfingsttour “nur durchs Ländle” durchaus ihren Reiz hatte. Bestimmt haben wir auch mal wieder etwas mehr Zeit für eine grössere Tour.

 

Campen – von Anfang an

Wie wir zum Campen gekommen sind 

Sowohl Heidi und ich als auch unsere Kinder sind Camper von Kindesbeinen an.  Bereits in den 60igern waren wir (damals natürlich noch unabhängig voneinander)  mit unseren Eltern – wie jeder Deutsche der was auf sich hielt - mit dem Zelt in Italien (beim “Teutonengrill” an der Adria)  im Urlaub, damals noch einmal im  Jahr.

Später kam dann die Zeit der Mofas und Mopeds. Mit der Clique war ich  mehrfach am Waldsee (Murrhardt/Welzheimer Wald) zum Zelten auf dem dortigen  Campingplatz. Nach bestandener Führerscheinprüfung Mitte der 70iger gings  dann – Anfangs immer noch mit dem Zelt – kreuz und quer durch Europa, vom Süden  (Italien, Spanien) bis in den Norden (Dänemark, Norwegen, Schweden), bis dann  Skandinavien auch mehrfach vom gemieteten Ferienhaus aus erkundet wurde.

Ende der 70iger war dann aber schon wieder das Campen aktuell. Jetzt aber  bereits im (damals noch gemieteten) Campingfahrzeug.

Klar daß auch unsere beiden Jungs so gut wie noch nie ein Hotelzimmer gesehen  haben. Kai war überwiegend mit Opa und Oma im Wohnwagen oder mit uns im Camper  bzw. im Wohnmobil mit dabei. Nico machte seine erste Ausfahrt im Alter von 5  Wochen nach Markdorf am Bodensee. Beide sind es eher gewohnt, im Urlaub keinen  festen Zeitabläufen ausgesetzt zu sein.

Unsere Erfahrungen haben wir also – was das Campen betrifft – von Grund  auf gemacht:

1. mit verschiedensten Arten von Zelten
2. mit dem Wohnwagen
3.  mit dem VW-Bus mit “Scan”-Aufstelldach
4. mit dem VW-Bus mit festem  Hochdach
5. mit dem Westfalia “Sven-Hedin” auf VW-LT 28
6. mit dem  Teilintegrierten Bürstner T 620 auf Peugeot J5
7. mit dem Alkoven  Concorde-Charisma 750E auf Ducato 2,8 i.D.TD
8. jetzt, nach Unfall und Umbau wie 7.,
jedoch auf Ducato Multijet 3,0 160 (190)

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